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Was ist der Unterschied zwischen Gamification und Serious Games?
Erklärungsversuch für Nicht-Experten.

Seit der ersten Verwendung des Begriffs wird darüber gestritten, was Gamification ist und was es nicht ist. Unserer Meinung nach ist diese Debatte recht sinnlos. Denn neue Ideen auszuschließen, nur weil diese nicht in die eigene perfekte Definition von Gamification passen, ist doch albern.
Gamification, wie jede andere Idee auch, entwickelt sich. Sie wird komplexer und umfasst ständig neue Ansätze. Dadurch wird sie aber auch für Laien immer verwirrender. Hier also unser Ansatz, zwei oft verwechselte Begriffe voneinander zu unterscheiden: Gamification und Serious Games.

Gamification

Folgende Definition von Gamification hat sich inzwischen etabliert:

Gamification ist die Anwendung spieltypischer Elemente und Prozesse in spielfremdem Kontext.

Gamification passiert, wenn Sie Elemente und Ideen aus Spielen nehmen und diese an anderer Stelle anwenden. Zum Beispiel eine Fortschrittsanzeige auf einer Homepage einbauen, um zu zeigen, wie vollständig das Profil ausgefüllt wurde. Oder Aktionen mit Punkten belohnen, Ranglisten erstellen und weitere Dinge, die man dort nicht erwarten würde. Es geht um die Psychologie, die hinter Spielen steckt. Es geht darum, Menschen zu motivieren und sie dazu zu bringen, sich auf etwas einzulassen.

Doch mit Gamification erschafft man noch kein Spiel. Gamification bedeutet nicht aus etwas, das kein Spiel ist, ein Spiel zu machen – dazu fehlt ein entscheidendes Element: die Spielmechanik. Und das ist der entscheidende Unterschied zwischen Gamification und Serious Games.


Serious Games

Serious Games sind Spiele mit einem Ziel, das über reine Unterhaltung hinausgeht. Sie besitzen alle Eigenschaften von einem gewöhnlichem Spiel, sehen aus und fühlen sich auch wie ein solches an, haben aber einen genau definierten Zweck, eine gewollte Auswirkung oder Botschaft, die der Spieldesigner vermitteln will.

Serious Games kann man in vier Kategorien einordnen: Bildungsspiele, Simulationen, informative Spiele und zielgerichtete Spiele.
Bildungsspiele nutzen Spielmechanik, um dem Spieler etwas beizubringen.
Simulationen sind virtuelle Varianten von etwas Realem, um dieses in einem sicheren Umfeld zu testen oder zu üben.
Informative Spiele vermitteln dem Spieler bedeutungsvolle Botschaften, auf die er sonst vielleicht nicht kommen würde.
Zielgerichtete Spiele erzeugen Ergebnisse in der realen Welt.

Über die genaue Unterscheidung zwischen Gamification und Serious Games wird in Fachkreisen weiterhin gestritten. Viele sind sogar der Ansicht, dass beide Begriffe sogar zu umfassend sind, um eine genaue Definition zu erlauben. Was man aber definitiv festhalten kann ist, dass Gamification und Serious Games unterschiedliche Strategien einsetzen und unterschiedliche Anwendungen haben.

Mehr dazu in unserem Serious Games vs Gamification Poster!










Fragen, Wünsche, Anregungen? Antworten bekommen Sie bei uns:

Antje Koch

Projektmanagement
antje.koch (at) schindlerparent.de

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Ein Kommentar zu “Gamification oder Serious Games?”

  1. […] Gamification bedeutet erst einmal nur die Verwendung von Elementen des Spiels. Gestaltet man richtige, vollständige Spiele mit ernstem Hintergrund (Spiele mit seriösen Zielen, Lern- oder sachziel-motivierte Spiele) spricht man im Übrigen von Serious Games. (siehe zum Unterschied auch hier.) […]

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